Aus der Geschichte des Heimatbundes Edenkoben

Von der Gründung bis heute

Anfang 1930 gab es in Edenkoben Bestrebungen, einen “Kurbrunnenverein” zu gründen. Am 26. Mai 1930 versammelte sich im traditionsreichen “Restaurant zur Linde” auf dem Ludwigsplatz eine Gruppe von Personen mit der Absicht dieser Gründung.

Nach dem Abzug der französischen Besatzung fanden im Juli 1930 die „Edenkobener Heimattage“ statt. Über 300 gebürtige Edenkobener aus allen Teilen Deutschlands, auch etliche aus Übersee, nahmen daran teil.

Da mittlerweile von einem Heimatverein die Rede war, wurde im Mai 1930 der „Heimatbund Edenkoben“ gegründet. Die Heimattage, im Juli 1930, wurden, zusammen mit der Stadt organisiert, zur ersten öffentlichen Großveranstaltung unseres Vereins.

Seit 1932 erscheint die Vereinszeitschrift „Edenkobener Heimatblätter“ als Vorabdruck auch in der Zeitung.

Schon bald nach der Vereinsgründung wurde in der Presse zu Spenden für ein künftiges „Bezirks-Heimatmuseum“ aufgerufen. Viele Gegenstände, Gerätschaften, Fotos, Dokumente usw. wurden dem Heimatbund gestiftet. Die Sammlungen wurden temporär in Geschäften und in der ehemaligen „Feilenfabrik Erlenwein“ ausgestellt.
Zur Realisierung eines Museums kam es vor dem Kriege nicht mehr. Die Gegenstände wurden in Privathäusern von Heimatbund-Mitgliedern eingelagert und haben (mit einigen Verlusten) den Krieg überdauert.

1939 Die “Gleichschaltung” und dann der Beginn des Zweiten Weltkrieges führten zur Einstellung der Vereinsaktivitäten und der “Edenkobener Heimatblätter”.
1950, November Erstes “50er-Treffen”, Organisation Apotheker Willy Seiter.
1953, 4. Dezember Aufruf von Dr. Ludwig Urschbach, das Sammelgut für ein Museum zu sichten und zu sichern, erste Arbeitseinsätze.
1953, 12. Dezember Versammlung zur Wiederbegründung des Heimatbundes als eingetragener Verein, auf Initiative von Peter Graeber Sr.
seit 1955

Offizielle Wiederbegründung des Vereins, gewählt wurden zum 1. Vorsitzenden Dr. Ludwig Urschbach, 2. Vorsitzenden Willy Seiter (bis 1979), Rechner Philipp Göring, Schriftführer Karl Denzer (bis 1972).
Seit 1955 erscheint der „Edenkobener Heimatbrief“ als Vereinszeitschrift.

seit 1960 Edenkobener Heimatreffen. Regelmäßig treffen sich seither die 50er, 60er und 70er-Jahrgänge alle zwei Jahre (bis zu 300 Personen)

 

Der Heimatbund wird eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt

Bei Neuwahlen wurden gewählt: 1. Vorsitzender Dr. Ludwig Urschbach, 2. Vorsitzender Willy Seiter, Kassier Erwin Link (bis 1977, dann Liselotte Veron), Schriftführer Roland Jossé
Neuwahlen: 1. Vorsitzender Dr. Ludwig Urschbach, 2. Vorsitzender Willy Seiter, Kassier Erwin Link (bis 1977, dann Liselotte Veron), Schriftführer Roland Jossé.

Neuwahlen: 1. Vorsitzender Dr. Ludwig Urschbach, 2. Vorsitzender Dieter Jäckel (bis 1987).

1987 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Dr. Ludwig Urschbach, 2. Vorsitzender Dieter Franz.

1989 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Dieter Franz, 2. Vorsitzender Herbert Hartkopf.

1994: Der langjährige 1. Vorsitzende und Schriftführer des „Edenkobener Heimatbriefes“, Dr. Ludwig Urschbach, wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt, Fabrikant Paul Gillet, großzügiger Gönner unseres Vereins, zum Ehrenmitglied.

1995 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 
2. Vorsitzender Ludwig Vondersand, Rechner Wolfram Agde, Schriftführerin Gerlinde Agde.

Neuwahlen: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 2. Vorsitzender Klaus Luckenbach, Rechner Wolfram Agde, Schriftführerin Gerlinde Agde.

2001 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 2. Vorsitzender Wolfram Agde, Schatzmeisterin Sabina Acker (komm. Nachfolgerin Frau Ilse Bereswill), Schriftführerin Gerlinde Agde.

2004 Neuwahlen: Es wurden gewählt: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 2.
Vorsitzender Wolfram Agde, Schatzmeisterin Ilse Bereswill, 
Schriftführerin Gerlinde Agde.

2007 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 2. Vorsitzender Hubert Minges, Schatzmeister Horst Bereswill, Schriftführer Horst Bereswill (komm.)

2010 Neuwahlen: Es wurden gewählt: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 
2. Vorsitzender Hubert Minges, Schatzmeister Horst Bereswill, Schriftführer Wolfram Agde.

2013 Neuwahlen: 1. Vorsitzender Herbert Hartkopf, 2. Vorsitzender 
Hubert Minges, Schatzmeister Gerhard Klos, Schriftführer Wolfram Agde.

Die langjährig tätigen Kassenrevisoren Peter Bühler und Norbert Lingenfelder werden auch künftig ihr Amt ausüben. Vertreter im Kuratorium sind neben dem 1. und 2. Vorsitzenden auch weiterhin Eva Maria Bauer und Roland Schneider.
Als Beisitzer fungieren weiterhin Eva Maria Bauer, Torsten Materna, Roland Schneider, Ludwig Vondersand; neu sind Gisela Daub und Jutta Grünenwald.

Ehrenvorsitzende des Heimatbundes

Seit 1974 - Peter Gräber, Gründungsmitglied seit 1930 und Initiator der Wiedergründung
Seit 1979 - Willy Seiter, Initiator des ersten “Edenkobener 50er-Treffens, 1950, langjähriger 2. Vorsitzender
Seit 1992 - Dr. Ludwig Urschbach, 32 Jahre Vorsitzender, 35 Jahre Schriftführer des “Heimatbriefes”

Ehrenmitglieder des Heimatbundes

Seit 1959 - Josef Endes, Schriftleiter der Edenkobener Heimatblätter/ Heimatbriefe
Seit 1998 - Otto Wilhelmi, Sammler, Gestalter und Kustos des Heimatmuseums (Edesheimerstraße)
Seit 1984 - Willy Seiter, besondere Verdienste um Heimattreffen, Kurbrunnen und Weinproben
Seit 1985 - Eugen Kuby, langjähriger Berater und Förderer des Vereins
Seit 1986 - Ludwig Schütte, Autor von Publikationen im Selbstverlag des Heimatbundes, langjähriger Berater und Förderer des Vereins
Seit 1980 - Elisabeth Genzlinger-Andrae, besondere Verdienste um die Heimattreffen
Seit 1993 - Paul Gilett, langjähriger Förderer des Vereins
Seit 1995 - Liselotte Veron, 25 Jahre Rechnungsführung und Versand der Heimatbriefe
Seit 2000 - Roland Jossé, 23 Jahre Schriftführer, Autor der Heimatbriefe

Langjährige Kassen-Revisoren

Roland Jossé, Fritz Genzlinger, Ernst Kuby, Klaus Luckenbach, Peter Bühler, Norbert Lingenfelder.

Mitglieder des Museums-Team

(Restaurierung und Aufbau Museum bzw. Aufsicht und Führung im Museum)

Gerlinde Agde, Wolfram Agde, Traude Blüthner, Dr. Gerhard Bauer, Eva-Maria Bauer, Egon Daub, Dieter Franz, Peter Habermehl, Dr. A. H. Kuby, Ernst Kuby, Jakob Lang, Hubert Minges, Clemens Schreieck, Ludwig Weißmann, Roland Schneider

Ausschußmitglieder 1953

Peter Graeber Sr., Jakob Croissant, Josef Endres, Augsut Glesius, Eduard Hauck, Philipp Kratz, Eugen Kuby, Heinrich Römmich, Jakob Rummel, Anton Schlomberg, Wilhelm Seiter, Otto Wilhelmi

seit 1961 (für eine oder mehrere Wahlperioden)
Philipp Göring, Manfred Croissant, Elisabeth Genzlinger-Andrae, Fritz Lederle, Werner Gerst, Fritz Gienandt, August Graeber, Heinz Külbs, Robert Neu (PWV), Robert Neu (Bahnhofstraße), Hermann Neu, Lydia Panther-Braun, Ludwig Schütte, Roland Jossé, Willi Acker, Horst Bereswill, Egon Daub, Werner Massa, Wolfgang Messerschmidt, Wolfgang Niederhöfer, Liselotte Veron, Theo Tobergte, Franz Schmidt, Wilhelm Flach, Gerhard Römmich, Hansi Münz, Gudrun Voegeli, Heinz Schäffer, Klaus Luckenbach, Herbert Hartkopf, Monika Braun, Wilfried Laux, Jakob Lang, Alexander May, Heinz Fruth, Johannes Kämmerer, Werner Kastner, Herbert Schäfer, Wolfram Agde, Clemens Schreieck, Hubert Minges

Vertreter des Heimatbundes im Museums-Kuratorium

Seit 1992 - Dr. Ludwig Urschbach, Dieter Franz, Herbert Hartkopf, Dr. A. H. Kuby
Seit 1995 - Dr. Ludwig Urschbach, Dr. A. H. Kuby, Klaus Luckenbach, Clemens Schreieck

Später in der Regel der 1. und 2. Vorsitzende sowie Beisitzer (siehe „Wahlen“).

Entwicklung der Mitgliederzahlen des Heimatbundes

1933, also drei Jahre nach seiner Gründung, hatte der Verein bereits 250 Mitglieder. Darunter waren auch viele Personen die außerhalb Edenkobens oder im Ausland wohnten und 1930 an den „Edenkobener Heimattagen“ teilgenommen hatten.
Politische Einflussnahme (die man an der Tendenz der Artikel in den „Edenkobener Heimatblättern“ wahrnehmen kann) und schließlich die „Gleichschaltung“ führten 1939 zur Auflösung des Vereins.
Nach dem Neuanfang, 1950/1955, gab es, vor allem im Anschluss an die „Edenkobener Heimattreffen“ vermehrt Beitritte. Die Mitgliederzahl lag 1963 bei 295.
Anschließend stieg die Zahl stetig an und erreichte 1988 mit 478 Personen ihren höchsten Stand. In den kommenden Jahren verstarben viele ältere Mitglieder, die teilweise schon vor dem Zweiten Weltkrieg dem Verein angehört hatten. Die Gesamtzahl ging deshalb stetig zurück: 2002 auf 421, 2003 auf 371 und schließlich 2012 auf 306. 
Neben dem Ausscheiden durch Tod, ist der Mitgliederrückgang – wie bei anderen Vereinen auch – auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zurück zu führen.

Neben den „ordentlichen“ Mitgliedern hat der Verein rund 30 Förderer, die, ohne Mitglied zu sein, den Verein ideell und finanziell unterstützen; sowie rund 25 Institutionen, die zur Information oder im Austausch den „Edenkobener Heimatbrief“ beziehen.

Vom Heimatmuseum zum Museum für Weinbau und Stadtgeschichte

Bereits 1930 rief der Heimatbund zur Sammlung von “historisch wertvollen Gegenständen” zum Aufbau eines “Bezirks-Heimatmuseums” auf. Zwischen 1931 und 1934 gingen mehrere hundert Exponate ein, die im Turmzimmer des Vorsitzenden, Bankdirektor Philipp Goering aufbewahrt wurden.  Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden mehrfach thematische Sammlungen des späteren Museums in Gaststättennebenzimmern oder in Geschäftsschaufenstern (z.B. der Fa. Andrae) und in der ehemaligen Feilenfabrik Erlenwein gezeigt. Im Krieg wurden die Gegenstände im ehemaligen protestantischen Pfarrhaus 2 (Markbachstraße) und im Haus Poststraße 2 eingelagert. Ein Teil der Gegenstände ist in den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit abhanden gekommen. Viele der damals gesammelten Stücke gehören heute zum wertvollsten Bestand des Museums. Einige Jahre nach dem Krieg wurde der alte Plan – die Schaffung eines Museums – wieder aufgegriffen.

1951 ruft Dr. Ludwig Urschbach dazu auf, die Sammlungsgegenstände für ein zu schaffendes Museum zu sichten und zu sichern, und weitere Gegenstände zu spenden. Ebenso ruft er Interessierte auf, an der Vorbereitung zur Errichtung eines Heimatmuseums mitzuwirken.

1960 - Die Stadt Edenkoben stellt Räume in der ehemaligen Möbelfabrik Niederhöfer (Edesheimerstraße) für ein Museum zur Verfügung und spendet für denselben Zweck DM 500,-. Helfer des Heimatbundes beginnen mit der Herrichtung.

1961 - “Die gute Stube der Erinnerung” (so in einem Zeitungsbericht über das Museum) wird anlässlich des Heimattreffens eröffnet. Das Konzept erstellte Dr. Urschbach, die Gestaltung und der Aufbau wurden, unterstützt von vielen Mitgliedern des Heimatbundes, von Malermeister Otto Wilhelmi vorgenommen.

1967 - Sechs Räume des Museums sind fertiggestellt; ein “Weinkeller en miniatur” ist im Entstehen.

Bis 1980 gehen weitere Sachspenden für das Museum ein. Der Heimatbund ist mit der Komplettierung des Museums beschäftigt.

1983 - 12 Mitglieder des Heimatbundes erklären sich bereit, regelmäßig Besucher im Museum zu führen; das Museum ist jetzt jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

1987 - Edenkoben wird in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen. 
Der Stadtrat beschließt, die ehemalige Berufsschule (Weinstraße 107) zu sanieren und für ein “Weinbau- und Heimatmuseum” herzurichten. Der Kunsthistoriker Dr. Meinhold Lurz wird als ABM-Kraft von der Stadt mit der 
Inventarisierung der Sammlungen beauftragt. Die Helfer des Heimatbundes restaurieren die Bestände und bereiten den Umzug vor.

1981 / 1982 - Die Bauarbeiten in der Weinstraße 107 gehen dem Ende zu. Das Museum in der Edesheimer Straße wird geschlossen und der Heimatbund lagert, unter tatkräftiger Unterstützung des Städtischen Bauhofs, die Sammlungen in das aufgelassene“ Krankenhaus Ludwigsstift” aus. Es bildet sich das “Kuratorium Museum” (im Vertrag bringt die Stadt Edenkoben das Gebäude Weinstraße 107 und der Heimatbund die Sammlungen und die ehrenamtliche Tätigkeit ein. Die beiden Partner sind paritätisch vertreten. Professor Dr. Roller, Direktor des Historischen Museums der Pfalz berät das Kuratorium. Eine Weinprobe der Weinbruderschaft bringt den Erlös von DM 600,- für das Museum.

1987 - Aus dem Nachlass des Heimatbundmitgliedes Dr. Rudolf Ludwig fließen dem Museumsvorhaben DM 3000,- zu. Die wieder entdeckten Wandmalereien in den Räumen des Obergeschoßes Weinstraße 107 werden mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalschutz freigelegt und restauriert.

1990 - Auf Initiative von Werner Kastner entsteht die „Historische Gruppe Edenkoben“ mit einer Tanz- und Umzugsgruppe. Mit bis zu 150 Personen nimmt sie an Ortsjubiläen und Festumzügen teil. Die Gruppe schließt sich dem Heimatbund als Unterabteilung an.

1988 - Frau Kunsthistorikerin Ingrid Bürgy wird seit 1. Februar als ABM-Kraft mit der Ausarbeitung eines Museumskonzepts beauftragt. Mit der Gestaltung (Grafik, Modellbau, Raumkonzeption) wird von der Stadt Edenkoben Herbert Hartkopf beauftragt.

Umzug vom Krankenhaus in die Weinstraße. Die Einrichtung des Museums durch das so genannte “Museums-Team” des Heimatbundes macht Fortschritte. Die Abteilung “Weinbau” wird (unter tatkräftiger Mithilfe von Weinbauverein, Freiwilliger Feuerwehr und Städtischem Bauhof) fertig gestellt.

1989 - Am 4. Juli (Feier zum 175. “Stadt-Jubiläum”) wird der erste Abschnitt des Museums durch Bürgermeister Franz Schmidt eröffnet.

1990 - Offizielle Eröffnung des nächsten Abschnitts des Museums (neuer Name “Museum für Weinbau und Stadtgeschichte”) durch Bürgermeister Franz Schmidt. Weinbau im großen Gewölbekeller, Stadtgeschichte im EG und OG sind fertig. Zu Vorträgen, Sonderausstellungen im Museumsspeicher und in die ständige Ausstellung kommen jährlich mehrere tausend Besucher.

1991 - Das Museums-Team beginnt mit dem Transport und der Herrichtung ehemaliger Edenkobener Handwerksbetriebe (Töpferei Schäfer, Schmiede Travnicek, Wagnerei Bossle), nebst den schweren Maschinen und Transmissionen, unter tatkräftiger Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und des Städtischen Bauhofs. Die “Schuhmacherei” (besondere Verdienste daran hat Jakob Lang) ist fertig. Seit Juni 1995 ist Heimatbund-Vorsitzender Herbert Hartkopf bei der Stadt Edenkoben als Museumsleiter unter Vertrag. Aus dem Nachlass des Heimatbund-Ehrenmitgliedes Eugen Kuby erhält der Heimatbund DM 6.000,- für den Nachguss der historischen “Edenkobener Glocke von 1624”.

1999 - Das Museum wirbt im Internet. Jährlich werden im Museum zwischen 3200 und 4200 Besuche registriert.

2000 - Das Museums-Team (Wolfram Agde, Peter Habermehl, Herbert Hartkopf, Jakob Lang, Clemens Schreieck, Ludwig Weißmann) ist mit “Volldampf” an der Fertigstellung der Handwerksabteilung, im Keller des Vorderhauses (Konzept, Texte und Gestaltung Herbert Hartkopf).
Der durch ein starkes Unwetter verursachte Wassereinbruch im Kellerbereich verursacht große Schäden und sorgt für eine Verzögerung des Ausbaus.

2001 - Am 17. September, anlässlich des 70. Vereinsjubiläums des Heimatbundes Edenkoben, wird die Abteilung “Handwerk in Edenkoben” mit Demonstrationen handwerklicher Fertigkeiten offiziell eröffnet.

2004 Am 4. September führte das Museums-Team des Heimatbundes die „Erste Edenkobener Museumsnacht“ durch. Bei herrlichem Wetter und einem vielseitigen, ansprechenden Programm genossen rund 700 Besucher den Besuch im Museum.

Heimatblätter für Edenkoben und Umgebung

Eine der Gründungsabsichten des Heimatbundes war die Herausgabe von Heimatblättern mit historischen und aktuellen Abhandlungen, als Bindeglied zwischen den Edenkobenern “daheim und in der Welt”. In den Anfangsjahren waren Friedrich Andrae, Josef Endres, Bürgermeister Schwander, Jakob Trieb und Dr. Otto Seiter häufig vertretene Verfasser.
Die Heimatblätter erschienen in sieben bis zwölf Folgen à vier Seiten jährlich und wurden in der Druck- und Verlagsanstalt von Karl Kater (Metzgergässchen) gedruckt; ein Vorabdruck erschien jeweils in der Zeitung.

1932/33 Schriftleitung Lehrer Josef Görtz
1933 bis 1939 Schriftleitung Lehrer Josef Endres
In Folge der “Gleichschaltung” (die sich im Inhalt der Heimatblätter schon bemerkbar machte) und des Beginns des Zweiten Weltkrieges, wurde das Erscheinen der Heimatblätter eingestellt. Von manchen der alten Ausgaben können noch Exemplare erworben werden.

Edenkobener Heimatbrief

Im Zuge der Wiedergründung des Heimatbundes nach dem Kriege kam auch wieder der Wunsch nach einer vereinseigenen Publikation auf. 1955 erschien die erste Nummer. Federführend war Dr. Ludwig Urschbach. Anfänglich erschien der Heimatbrief einmal jährlich, von 1957 bis 1991 zweimal (im Umfang von acht bis zwölf Seiten DIN A4). Seit 1992 erscheint der Heimatbrief einmal zu Weihnachten, im Umfang von 20 bis 24 Seiten DIN A4. Er geht an rund 450 Bezieher in Edenkoben, auswärts sowie in europäische und überseeische Länder. (Zusammen seit 1955 über 1200 Seiten). Ein Teil der Ausgaben sind noch zu erwerben (5 € pro Stück).
1955 bis 1992 Schriftleitung Dr. Ludwig Urschbach
1992 bis 1994 Schriftleitung Gemeinsam Dr. Urschbach, Dr. A. H. Kuby, Dieter Franz, Herbert Hartkopf
1995 bis heute Schriftleitung Herbert Hartkopf

Eine Zusammenstellung der vom Heimatbund im Selbstverlag herausgegebenen Bücher und Broschüren finden Sie auf der entsprechenden Seite.

Initiativen des Heimatbundes zur Anbringung von Gedenktafeln

1952 - Zur Erinnerung an Johann Adam Hartmann, ein Vorbild des “Lederstrumpf” (Arbeitsgruppe Verkehrsverein/ Heimatbund).

1963 - Zur Erinnerung an General von Blücher und die Ereignisse 1794 bei Edenkoben.

1964 - Orientierungstafel am Schänzelturm.

1975 - Zur Erinnerung an Ritter von Taeuffenbach (Weinstraße 104).

Initiativen des Heimatbundes zur Ehrung verdienter Edenkobener Persönlichkeiten

1976 - Erinnerungsschilde am Kelterplatz/Villastraße für verdiente Weinbaupioniere: Gustav A. Froelich, August Lenert und Peter Graeber.

1992 - Pflanzung der “Ludwig-Urschbach-Rebe” (Gänsfüßer) am Weinlehrpfad.

1993 - Anstoß für eine Ehrung des großen Wissenschaftlers Franz Weidenreich (im Heimatbrief) diesem folgte der Beschluss des Stadtrates zur Benennung einer Straße.

Initiativen des Heimatbundes zur Stadtverschönerung und Erhaltung

Hier aufgelistet sind insbesondere Initiativen zur Erhaltung naturhistorischer Stätten und historischer Bausubstanz.

Herrichtung der Kurbrunnenanlage, (zusammen mit der Stadt Edenkoben).
1930 Bohrungen und Wasseranalysen durch die Universität Heidelberg.

1975 Tiefbohrung, Langzeitwasseranalyse, Herrichtung der Kurbrunnenanlage (besondere Verdienste erwarb sich dabei Apotheker Willy Seiter, HB-Ehrenvorsitzender). In der Folgezeit wiederholte Anstöße zur Erhaltung des Kurbrunnens.

1994 “Quo Vadis Kurbrunnen”, Aufruf zur Rettung der Kurbrunnenanlage mit Führungen vor Ort.

2010 Anbringung einer Orientierungstafel an den vom Städtischen Bauhof hergerichteten „Historischen Waschbänken“ am Triefenbach.

Wasserrad bei der Siegfriedschmiede

1965 - Erster Aufruf im Heimatbrief “Wasserrad soll sich wieder drehen”.

1966 - “Das Wasserrad ist fertig” – Kosten DM 7000,- durch Spenden und Eigenmittel des Vereins.

1968 - Das Wasserrad ist eingebaut und dreht sich wieder; der Heimatbund wird von Helfern des KV-Frohsinn Edenkoben tatkräftig unterstützt.

1971 - Instandsetzungsarbeiten am Wasserrad verursachen große Kosten.

1987 - Erneuter Aufruf zu Spenden zur Erhaltung des romantischen Wasserrades – Gesamtkosten DM 18.000,-

1994 - Einbau eines Kugellagers zwecks besseren Laufes des Wasserrades.

Sandsteinbrunnenanlage mit Schwengelpumpe

1995 - An der Radeburgerstraße aufgestellt (Kauf durch HB, Ausführung Städtischer Bauhof)

Repräsentative Edenkobener Weinproben (Heimatbund und Stadt Edenkoben)

Seit 1977 Zugunsten von Weinlehrpfad, Mandelbaumpflanzung, Stadtverschönerung, Brunnenverschönerung

Sonderausstellungen im Museum

Im Lauf der Jahre führte der Heimatbund im Museum Edenkoben eine ganze Reihe von Sonderausstellungen zu Themen der Stadt-, Gesellschafts-, Arbeits- und Personengeschichte durch. Einzelheiten sind in den entsprechenden Berichten in den „Heimatbriefen“ unter „Veranstaltungen im Museum“ nachzulesen.

Vorträge und Lesungen

Ein weiteres Feld der Heimatbund-Aktivitäten ist die Durchführung von Vorträgen und Lesungen zu den verschiedensten Themenfeldern. Dazu wurden und werden Referenten von Außen gewonnen oder aus dem Kreis der Heimatbund-Mitglieder.

“Initiative Edenkobener Haus”

Der Heimatbund würdigt Privatinitiativen zur Erhaltung und Restaurierung von historisch wertvollen Gebäuden und stellt diese im Heimatbrief mit einer geschichtlichen Übersicht vor.

1995 Haus Café-Bäckerei Staub, Rhodterstraße Nr.1, Ecke Edesheimerstraße
1996 Haus Audy (früher Bäckerei Klein), Weinstraße Nr. 76, am Stadtberg
1997 Haus Dr. Arendt (früher Friseur Neu), Bahnhofstraße Nr. 23
1998 Haus Clade (ehem. Kath. Pfarrhaus), Klosterstraße Nr. 2
1999 Jugendstilhaus von Architekt Otto Cappel, Luitpoldstraße 38
2000 Ehemaliger „Eußerthaler Zehnhof“, Bahnhofstasse 9
2001 Ehemaliges ev. Pfarrhaus (heute Restaurant „Korfu“) Weinstraße 90
2002 Haus von Malermeister Roland Schneider, Klosterstraße 155
2003 Ehemals Eigentum von Adjunkt Carl Ludwig Antz (Großvater der Dichterin Lina Sommer, Bahnhofstraße 25
2004 Ehemaliges Gasthaus „Zur Linde“, Gründungslokal des Heimatbundes,
Ludwigsplatz.
2005 Ehemalige Ölmühle, Watzengasse 23, heute Dr. Wolf.
2006 Weinstraße 75, ein ehemaliges Geschäftshaus, Besitzerin Frau Thyssen.
2007 Privatstraße 9; ehemaliger Besitzer Dr. Robert Kahn, Gründungsmitglied des Heimatbundes.
2008 Weinstraße 58. Das im Neorenaissancestil erbaute Haus gehört einst Notar Hoseus, heute Familie Eder.
2009 Haus aus dem Jahr 1616, Ludwigsplatz 4, Besitzerin Frau Frankmann.
2010 Das traditionelle Hotel-Restaurant „Pfälzer Hof“, heute Familie Simma.
2011 Tanzstraße 4. Ehemals Schuhhandlung „H. H. Wolff“, heute Buchhandlung „Lesebär“ der Familie Kiefer.

Weinlehrpfad – Freilichtmuseum an der Villastraße

1969 - “Edenkoben erhält einen Weinlehrpfad”, HB-Vorsitzender Dr. Ludwig Urschbach ruft zur Mitarbeit und zu Spenden auf.

1970 - Aufstellung einer 200-jährigen Kelter am “Kelterplatz” an der Villa-Straße.

1971 - Eine Berlinerin spendet Geld für Weinlehrpfad. Die Arbeiten am Weinlehrpfad schreiten fort, das Dach am Kelterplatz ist fertig. Am Weinberg der Familie Keilbach wird die Laube hergerichtet.

1976 - Edenkobener Weinlehrpfad in Anwesenheit von Regierungspräsident Keller offiziell der Öffentlichkeit übergeben; Dr. Urschbach führt die Gäste durch die Anlage. Die bisherigen Kosten belaufen sich auf DM 35.000,-

1977 - Große Besucherresonanz am Weinlehrpfad. Kunstvoller metallener Wahlspruch “In vite vita” aufgestellt. Weiterer Aufruf zu Spenden und Mithilfe

1978 - “Große Edenkobener Weinprobe” im Kurpfalzsaal zugunsten des Weinlehrpfades – erbringt einen Reingewinn von DM 3.000,-. Die Flurbereinigung eröffnet den weiteren Ausbau als Rundweg. Unter Mitarbeit des Tennisclubs wird eine hölzerne Doppelspindelkelter in der Nähe der Tennisplätze aufgestellt.

1979 - Die Jahrgänge 1929/31 verschönern die Keilbachlaube zu einer “Liebeslaube der 50er”; zusammen mit den 60ern, 70ern und 80ern stiften sie dafür Bänke.

1980 - Edenkobener Weinlehrpfad ist als Rundweg fertig. Mit 16 lebenden Rebsorten, 14 Keltertypen und vielen Geräten ist er der umfassendste Weinlehrpfad im Land.

1981 - 35 neue Lehrtafeln angebracht (Spende der Firma Gillet, Edenkoben). Die Freiwillige Feuerwehr Edenkoben “rettet” die Biberschwanzziegeln des alten Umspannwerkes an der Luitpoldstraße für Dächer am Weinlehrpfad. Hydraulische Keltern, großes ovales Fass, Einachskarren und Pferdefuhrwerk aufgestellt.

1996 - 25 Jahre Weinlehrpfad. Bisher investierte Summe rund DM 200.000,- ! Dr. Urschbach übergibt die Spenden anlässlich seines 80. Geburtstages in Höhe von DM 9.9 00,- für die Erhaltung des Weinlehrpfades. Der Heimatbund dankt seinem Ehrenvorsitzenden und Initiator des Weinlehrpfades mit der Pflanzung einer Gänsfüßerrebe, der “Ludwig-Urschbach-Rebe” am Weinlehrpfad.

2012 - Mechanische Tresterschleuder und Traubenmühle mit Rappwerk (Spende von Weingut Bertram Seeber, St. Martin) am Kelterplatz (Woogweg) aufgestellt. In den vielen Jahren haben sich vor allem sachkundige Edenkobener Winzer, Helfer der FWG Edenkoben, und der Städtische Bauhof beim Ausbau und der Erhaltung des Weinlehrpfades engagiert.

Austellung Korbmacher im Heimatmuseum

Historischer Meilenstein

 

Kurbrunnenanlage, 1930

Kurbrunnenanlage, 1930

 

Edenkobener Heimattage, 1930

Edenkobener Heimattage, 1930

 

Festbankett Heimattage 1930

Festbankett Heimattage 1930

 

Dr. Urschbach - Ehrenvorsitzender

Von links: Dieter Franz - 1. Vorsitzender, Dr. Ludwig Urschbach - Ehrenvorsitzender, Fabrikant Paul Gillet, Herbert Hartkopf - 2. Vorsitzender

 

Bildunterschrift: Auch Nonnen und Mönche (des ehemaligen Klosters Heilsbruck) repräsentieren Edenkoben bei vielen Gelegenheiten

Bildunterschrift: Auch Nonnen und Mönche (des ehemaligen Klosters Heilsbruck) repräsentieren Edenkoben bei vielen Gelegenheiten

 

Nachguss der Edenkobener Glocke von 1624

 

Zum 70-jährigen Bestehen des Vereins eröffnet der  Heimatbund die Dauerausstellung „Handwerk in Edenkoben“ mit Demonstrationen handwerklicher Fertigkeiten

Zum 70-jährigen Bestehen des Vereins eröffnet der  Heimatbund die Dauerausstellung „Handwerk in Edenkoben“ mit Demonstrationen handwerklicher Fertigkeiten

Zum 70-jährigen Bestehen des Vereins eröffnet der Heimatbund die Dauerausstellung „Handwerk in Edenkoben“ mit Demonstrationen handwerklicher Fertigkeiten

 

Heimatbrief 2012

Heimatbrief 2012

 

Gedenktafel an Johann Adam Hartmann, ein Vorbild des “Lederstrumpf”

"Lederstrumpf" Gedenktafel

 

Historische Waschbank

Historische Waschbank

 

Historisches Wasserrad bei der Siegfriedschmiede

Neues Wasserrad

Von links: Herr Jäger - Besitzer der Siegfriedschmiede, Bürgermeister Werner Kastner, Herbert Hartkopf - Heimatbund-Vorsitzender

 

Einladung zur Sonderausstellung

Ausstellung

Einladung zur Sonderausstellung "Der Pfälzer in Amerika"

 

Vortrag

Vortrag "Das Drama am Heldenstein" im Museumsspeicher

 

Ehrung Edenkobener Haus 2012 (Tanzstraße 4). Von links: Ehepaar Kiefer, Herbert Hartkopf

Ehrung Edenkobener Haus 2012 (Tanzstraße 4). Von links: Ehepaar Kiefer, Herbert Hartkopf

 

Anlage eines Kammertwingerts an der Villa-Straße, nach historischem Vorbild

Anlage eines Kammertwingerts an der Villa-Straße, nach historischem Vorbild

 

Der große Kelter-Pavillon am Woogweg

Der große Kelter-Pavillon am Woogweg