Rückschau Mitgliederversammlung am 26.03.2026
Heimatbund Edenkoben blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück
Mitgliederversammlung 2026 im Zeichen der Museumsneukonzeption
Am Donnerstagabend, dem 26. März 2026, trafen sich über 20 Mitglieder und Gäste des Heimatbundes Edenkoben e.V. im historischen Gewölbekeller des Museums für Weinbau und Stadtgeschichte zur ordentlichen Mitgliederversammlung. Der 1. Vorsitzende Bernd Guntermann begrüßte die Anwesenden, darunter die Beigeordnete Helga Vogelgesang als Vertreterin der Stadt.
Rückblick auf das Jahr 2025
In seinem Rechenschaftsbericht ließ Guntermann ein vielfältiges Vereinsjahr Revue passieren. Das traditionelle Grill- und Sommerfest im Juni bot neben geselligem Beisammensein einen Vortrag über den Silvaner und seine Bedeutung für Edenkoben. Im Juli folgte eine gut besuchte Autorenlesung zum Thema 500 Jahre Bauernkrieg in der Pfalz, mit besonderem Blick auf das Kloster Heilsbruck. Beim Vereinstag im Rahmen des Stadtfestes im August begeisterte das Archivteam mit dem Ratespiel „Das Dings vom Archiv“ junge und ältere Besucher gleichermaßen.
Ein Höhepunkt war die renommierte Wanderausstellung „Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“, die von September bis Oktober im Museum zu sehen war. Das Archivteam ergänzte die Ausstellung um Edenkobener Bezüge, Dr. Andreas Borm ordnete die lokalen Geschehnisse in den historischen Kontext ein. Die Gedenkveranstaltung der Stadt zum Jahrestag der Deportation fand ihren Abschluss im Rahmen dieser Ausstellung.
Im Dezember erschien die 106. Ausgabe des Edenkobener Heimatbriefes, und der Glühweintreff mit weihnachtlicher Krippenausstellung rundete das Jahr ab. Zudem ging im September die überarbeitete Homepage des Heimatbundes online.
Museumsprojekt: Neukonzeption nimmt Fahrt auf
Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Präsentation zum Projekt „Neukonzeption des Museums“. Die bestehende Dauerausstellung stammt aus den 1980er Jahren und soll inhaltlich, didaktisch und gestalterisch grundlegend erneuert werden. Eine Voruntersuchung durch die Kunsthistorikerin Dr. Anja Kalinowski und die Innenarchitektin Regina Hauber hat dafür die Grundlagen geschaffen. Das Konzept wurde im Dezember 2025 im Stadtrat positiv aufgenommen, finanzielle Unterstützung insbesondere für eine barriereärmere Gestaltung wurde in Aussicht gestellt.
Die Pläne sehen unter anderem vor, bisher unterrepräsentierte Themen wie die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte stärker einzubinden, persönliche Geschichten Edenkobener Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu rücken und die Vermittlung durch digitale Angebote wie QR-Codes, Audioguides und Medienstationen zu modernisieren. Im Erdgeschoss soll eine flexible Aktionsfläche für Sonderausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen entstehen. Das Museum soll zudem durch den Einbau von Treppenliften barriereärmer werden.
Der Museumsverband hat die grundsätzliche Förderfähigkeit des Projektes bestätigt. Bis September 2026 muss nun ein Grobkonzept erstellt werden, das als Grundlage für einen Förderantrag dient. Besonders erfreulich: Über 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich gemeldet, um im Projekt mitzuarbeiten.
Kassenberichte und Entlastungen
Kassenführerin Sylvia Guntermann legte den Kassenbericht für den Hauptverein vor, Doris Schädler berichtete für die Historische Gruppe. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung der Kassenführerinnen erfolgte einstimmig bei zwei Enthaltungen, die Entlastung des Vorstandes einstimmig bei vier Enthaltungen.
Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr kündigte der 1. Vorsitzende weitere Veranstaltungen an: Am 28. Mai spricht Kreisarchivar Dr. Imhoff über „Edenkoben und die Südpfalz in der Französischen Revolution“, das Sommerfest findet am 21. Juni statt. Außerdem feiert der Weinlehrpfad an der Villastraße am 3. Mai sein 50-jähriges Bestehen, begleitet von einem Buch zur Geschichte des Pfades von Rolf Baumann.
Der Heimatbund bittet weiterhin um Unterstützung durch Spenden, die nun auch über die von Torsten Materna überarbeitete Homepage möglich sind. Die Versammlung endete in geselliger Runde.
